
„Meine Arbeit beginnt dort, wo die Kamera aufhört.“
Mein Weg zur Kunst war kein Zufall, sondern eine Bestimmung, die mich seit meiner Kindheit in Magdeburg begleitet.
Es ist eine Reise von der dreidimensionalen Form hin zur absoluten Präzision auf dem Papier.

Die Wurzeln im Handwerk
Alles begann 1991, als ich im Alter von nur 10 Jahren die Welt der Form bei meinem Mentor Paul Ghandi entdeckte. Als Mitbegründer der Künstlergruppe „Krücke“ lehrte er mich das Handwerk der Töpferei und Bildhauerei.
Diese haptische Erfahrung prägt bis heute mein Verständnis für Tiefe und Raum. Schon damals durfte ich meine Werke in Ausstellungen wie dem AMO Kulturhaus präsentieren.
Die Schule des Sehens: Europa als Lehrmeister
Schon früh zog es mich hinaus in die großen Kunst- und Kulturmetropolen Europas.
Zwischen 1994 und 1999 suchte ich auf ausgedehnten Studienreisen die Inspiration jenseits der Ateliermauern. Ob ich in den lebendigen Straßen von Barcelona das Licht suchte, in der zeitlosen Ästhetik von Rom und Verona die klassische Form studierte oder in Paris und London die Eleganz der Linie verinnerlichte – überall war ich eine Lernende der Kontraste.
Diese Reisen waren meine Schule des Sehens und legten das Fundament für meinen heutigen Fokus auf den modernen Fotorealismus.
Der Ritterschlag: Burg Giebichenstein

Ein prägender Wendepunkt folgte 1997: Mit 16 Jahren wurde ich aufgrund meiner besonderen Begabung an die renommierte Kunsthochschule Burg Giebichenstein eingeladen.
Diesen Kurs für Kunstbegabte erfolgreich zu absolvieren, war die Bestätigung meiner Vision und schärfte meinen kompromisslosen Blick für das Detail.
In dieser Zeit gab ich mein Wissen bereits in einer eigenen Keramikwerkstatt an andere weiter.
Studium und die Jahre im Süden
Nach meinem Abitur und dem Studium zur Kommunikationswirtin (2001) führte mich mein Weg zunächst weg von der Elbe in den Süden Deutschlands. In Aalen (Baden-Württemberg) fand ich beim Radiosender „Radio 7“ ein kreatives Zuhause.
Hier konnte ich meine Leidenschaft für Konzeption und Gestaltung in der Welt der Audiomedien ausleben. Diese Jahre in der Fremde waren eine wichtige Schule für meine Wahrnehmung und meine Professionalität.
Die Rückkehr zur Heimat und zur Kunst
Doch die Sehnsucht nach meinen Wurzeln und der bildenden Kunst ließ mich nie los. 2006 kehrte ich schließlich in meine geliebte Heimatstadt Magdeburg zurück.
Hier, in der vertrauten Atmosphäre meiner Heimat, fand ich die Ruhe, um meine künstlerische Reise neu zu definieren. Es folgten prägende Studienreisen durch Europa und Südostasien (2010). Dort lernte ich von asiatischen Künstlern die Kunst der Tätowierung – eine Erfahrung, die meine Liebe zur absoluten, unkorrigierbaren Linie festigte.

Die Ankunft im Fotorealismus
Seit 2012 verfeinere ich mein Können durch den Austausch auf internationalen Festivals, von indischer Mandalakunst bis zur 3D-Technik.
2013 fand ich schließlich meine endgültige Bestimmung im Fotorealismus. Nach einer Phase der Reflexion und einer persönlichen Auszeit kehrte ich
2019 mit einer Klarheit zurück, die man heute in jedem meiner Graphit- und Kohlewerke sieht: Die vollkommene Konzentration auf die reine Essenz zwischen Licht und Schatten.
